Hoher Kontrast

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Deutsche Wirtschaft wächst, aber Hochkonjunktur sei vorbei

Risiko konjunktureller Turbulenzen in nächsten drei Monaten moderat, so das IMKL der Hans-Böckler-Stiftung.

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Düsseldorf - Der Handelsstreit mit den USA hat nur bedingt negativen Einfluss auf das deutsche Wirtschaftswachstum. Zwar ist die Phase der Hochkonjunktur vorbei, aber das solide Wachstum setzt sich fort. Dementsprechend bleibt das Risiko konjunktureller Turbulenzen in den nächsten drei Monaten moderat und hat sich zuletzt kaum verändert. Das signalisiert der Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung.

 

"Trotz der anhaltenden geopolitischen Unsicherheitsfaktoren erweist sich die deutsche Konjunktur nach wie vor als robust. Offensichtlich haben die immer wieder aufflackernden protektionistischen Tendenzen bislang nur begrenzten Einfluss auf die Realwirtschaft", meint IMK-Konjunkturexperte Peter Hohlfeld. Hinzufügen muss man, dass diese erst seit kurzem - nach einer sehr langen Ankündigungsphase - in Kraft sind und die weiteren Schritte der USA hier noch nicht miteinbezogen worden sind.

 

Für den Zeitraum von Juli bis Ende September weist das Frühwarninstrument, das die aktuellsten verfügbaren Daten über die Wirtschaftslage bündelt, eine mittlere Rezessionswahrscheinlichkeit von 18,3 Prozent aus. Im Juni hatte das Rezessionsrisiko bei 16,5 Prozent gelegen. Der nach dem Ampelsystem arbeitende Indikator liegt damit weiter sicher im "grünen Bereich" (Rezessionswahrscheinlichkeit unter 30 Prozent).

 

Den geringfügigen Anstieg beim Rezessionsrisiko erklären die Experten des IMK in erster Linie mit der fortdauernden Eintrübung des ifo-Geschäftsklimaindex, hinzu kommen leicht nachgebende Aktienkurse. Positiv wirken dagegen die zuletzt deutlichen Zuwächse bei Industrieproduktion und Auftragseingängen sowie das weiterhin sehr günstige Finanzierungsumfeld für deutsche Unternehmen.

 

Das Institut geht weiter von einem moderaten Aufschwung aus, der von der Binnenwirtschaft getragen wird. Für 2018 und 2019 rechnen die Forscher in ihrer aktuellen Prognose jeweils mit 2,1 Prozent Wirtschaftswachstum.

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