Hoher Kontrast

© JFDA/Youtube

Demonstration gegen Antisemitismus in Berlin-Neukölln angegriffen

Eine Kundgebung, gestern am 25.4., gegen Antisemitismus im kunterbunten Stadtteil Neukölln in Berlin wurde angegriffen und musste nach 15 Minuten abgebrochen werden.

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Berlin - Eine Woche nachdem ein syrischer Asylbewerber in Berlin unvermittelt auf einen Israeli, er trug eine Kippa, mit einem Gürtel auf offener Straße einprügelte und ihn verletzten, wollten engagierte Bürger u.a. auch im berüchtigten Neukölln am Hermannplatz ein Zeichen gegen Antisemitismus setzen.

 

Am selbigen Tag fand auch die Kundgebung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin statt, wo rund 2.500, so Polizeiangaben, Menschen sich einfanden und ihre Solidarität gegen Antisemitismus zum Ausdruck brachten.

 

Zur Kundgebung zieht Michael Wolffsohn auf Facebook folgendes Fazit: "Die Aktion "Berlin trägt Kippa" ist sehr lobenswert. Die Initiative dazu kam von der Jüdischen Gemeinde. Warum nicht von der Bundesregierung, den Landesregierungen, den demokratischen Parteien oder den sonst politisch stets überbeflissenen und korrekten Kirchen, besonders den Kirchenobersten Bischof Bedford-Strohm und Kardinal Marx? Wichtig ist, dass klar wird: Die riesige Mehrheit der Deutschen lehnt #Antisemitismus kategorisch ab. Entscheidend ist, was nach den Demonstrationen im Alltag passiert. Demonstrationen nutzen sich ab, ihr Hochgefühl schwindet, das Problem bleibt, wenn den schönen Worten keine Taten folgen."

 

 

 

Auf dem Hermannplatz hatte sie sich – zu dritt – getroffen und Israelfahnen mitgeführt. Bereits nach wenigen Minuten wurden sie körperlich angegriffen, eine Fahne wurde entwendet. Nach insgesamt 15 Minuten wurde die Aktion vorzeitig abgebrochen.

 

Die JFDA berichtet: "Die Demonstration war von Privatpersonen unter dem Motto "Berlin trägt Kippa" angemeldet worden und wollte über die Sonnenallee laufen."

 

Yair Lapid, vormalig Finanzminister Israels und Vorsitzender der größten Oppositionspartei Jesch Atid in Israel, die dem Liberalismus zuzuordnen ist, sagt in einem aktuellen Interview der DIE WELT anlässlich der antisemitischen Vorfälle in Berlin: "Wenn Juden hier nicht mit einer Kippa in der Öffentlichkeit auftreten können, dann stellt mehr Polizei ab, um sie zu schützen. Wenn wir anfangen, uns wieder zu verstecken, senden wir damit ein hochproblematisches Signal – nicht nur an unsere Feinde, sondern auch an uns selbst. Wie erklären denn die deutschen Juden diese Kapitulation ihren Kindern? Zuerst tragt ihr die Kippa nicht mehr, dann geht ihr besser auf keine jüdischen Schulen mehr, damit nicht jeder weiß, dass ihr Juden seid. Wo hört das auf? Man stoppt diese Entwicklung nur, wenn man sie vom ersten Tag an bekämpft." und empfiehlt zur Kippa auch einen Knüppel zu tragen.

 

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