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© Foto: csiro.au)

Australische Forscher identifizieren neues Gen

Sogenanntes C6-Gen spielt entscheidende Rolle bei der Immunreaktion

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Canberra - Die australische staatliche Forschungsbehörde CSIRO https://www.csiro.au hat mit C6 ein neues Gen identifiziert, das eine entscheidende Rolle bei der Regulierung der Immunreaktion des Körpers auf Infektionen und Krankheiten spielt. Diese Entdeckung könnte zur Entwicklung neuer Behandlungsansätze bei Grippe, Arthritis und sogar Krebs führen.

 

Das Gen C6orf106 oder C6 kontrolliert die Produktion von Proteinen, die an Infektionskrankheiten, Krebs und Diabetes beteiligt sind. Es existiert seit 500 Mio. Jahren. Seine Bedeutung wurde jedoch laut den Forschern erst jetzt erkannt.

 

Zytokine wichtig für Immunsystem

 

Laut Cameron Stewart produziert das Immunsystem mit Zytokinen Proteine, die helfen, das Immunsystem zu stärken. Sie wirken dahingehend, das sie verhindern, dass sich Viren und andere Krankheitserreger vermehren und Krankheiten verursachen. "C6 reguliert diesen Vorgang, indem es die Produktion bestimmter Zytokine ausschaltet, um zu verhindern, dass die Immunreaktion außer Kontrolle gerät. Die Zytokine, die von C6 reguliert werden, spielen einer Vielzahl von Erkrankungen eine Rolle.

 

Dazu gehören Krebs, Diabetes und Entzündungskrankheiten wie rheumatoide Arthritis." Die Entdeckung verbessere das Wissen über das Immunsystem. Es bestehe Hoffnung, dass dieses Wissen zu Entwicklung neuer zielgerichteterer Therapien beitragen kann.

 

Genom: Viele Fragen offen

 

Laut Rebecca Ambrose wurde das menschliche Genom zwar 2003 vollständig sequenziert. Es gebe aber immer noch Tausende Gene, über die die Forschung nur wenig wisse. "Es ist aufregend, sich vorzustellen, dass C6 seit mehr als 500 Mio. Jahren existiert und von einfachen Organismen bis zu den Menschen weitergegeben wurde.

 

Erst jetzt bekommen wir jedoch einen Einblick in seine Bedeutung." Den Entdeckern der Funktion von C6 wurde jetzt das Privileg verliehen, ihm eine Bezeichnung zu geben. Sie wollen die Forschungsgemeinschaft an der Namenssuche beteiligen. "Die derzeitige Bezeichnung C6orf106 gibt die Position im menschlichen Genom wieder und steht laut Stewart nicht mit einer bestimmten Funktion in Verbindung. Die Forschungsergebnisse wurden im "Journal of Biological Chemistry" veröffentlicht.

 

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