Hoher Kontrast

© Globuli: Alternativmedizin in Kugelform (Foto:pixabay.com)

Homöopathie: Unterschätzte Hilfe bei Krebs

Alternative Behandlung hat immer noch mit Ruf zu kämpfen

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Wien - Krebs ist laut Vertretern der Homöopathie kein Todesurteil mehr. Zwar hat jeder vierte Mensch laut Statistik einmal im Leben persönlich mit Krebs zu kämpfen, 60 Prozent der Erkrankten überleben ihn jedoch - oft dank des Einsatzes homöopathischer Therapien. Anlässlich des Tages der Homöopathie am 10. April haben Fachleute heute, Donnerstag, in Wien über die Vorteile der alternativmedizinischen Behandlungsmethode, die in Einklang mit schulmedizinischen Therapien steht, informiert.

 

Mit Schulmedizin im Einklang

 

"Auch diejenigen, die eine Krebserkrankung überleben, haben oftmals mit Folgeerscheinungen von Chemotherapie und weiteren Behandlungen zu kämpfen", erklärt Erfried Pichler, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Homöopathische Medizin. Und auch da sei die begleitende Behandlungsform von großem Nutzen.

 

Eine 1993 veröffentlichte Studie belegte bereits, dass 83 Prozent der Patienten, die schulmedizinische Behandlung erfahren haben, daneben auch unkonventionelle Therapien anwenden. 72 Prozent der Personen informierten den behandelnden Arzt jedoch nicht darüber - vermutlich aus Angst, dass diese zusätzliche Maßnahme nicht gutgeheißen werden würde - zu Unrecht, wie Michael Frass anfügt. Der Facharzt für internistische Intensivmedizin am AKH in Wien, fügt an: "Laut Statistiken ist es sogar so, dass Patienten einen Überlebensvorteil haben, wenn eine homöopathische Add-on-Therapie angewendet wird."

 

Dass es sich nicht um einen "Konkurrenzkampf" zwischen klassischer Medizin und alternativer Methoden handle, stellt Martin Peithner, Vorstandsmitglied der Pharmig, fest. "Es geht vielmehr darum, zum Wohle des Patienten ein Miteinander zwischen den beiden Behandlungsformen einzugehen, kein Gegeneinander." Ilse Fleck-Václavik, Ärztin für Allgemeinmedizin und Homöopathie, weiß: "Nebenwirkungen, wie beispielsweise von Chemotherapie, belasten die Patienten massiv." Homöopathen könnten aus Verhaltensmustern Leidender auf zu verabreichende Arznei schließen. Vorher nicht behandelbare Symptome seien so mittels homöopathischer Medikamente geheilt worden - "ohne die Hinzugabe weiterer Präparate", wie die Expertin feststellt.

 

"Unterschiede sichtbar machen"

 

In Österreich, davon gehen Experten aus, wird sich die Anzahl der Krebserkrankungen im Jahr 2030 um 15 Prozent gesteigert haben, laut aktuellen Berechnungen überleben dann 22.700 Personen die Krankheit nicht. Die Dunkelzahl, so Fleck-Václavik, könne jedoch höher liegen: "Nicht eingerechnet sind hier demografische Faktoren. Wir gehen von weitaus höheren Zahlen aus", wie die Medizinerin sagt.

 

"Wenn man von eineiigen Zwillingen ausgeht, können nahestehende Personen und Eltern diese ohne Probleme auseinanderhalten", wie Frass anfügt. Ziel der Homöopathie sei es, "Unterschiede sichtbar zu machen und da anzusetzen, wo sie auftreten". Die Homöopathie könne seiner Meinung nach Unterschiede aufzeigen und diese erklären. Laut Umfragen sei das Wohlbefinden jener, die sich im Zuge einer Krebserkrankung homöopathisch behandeln lassen, deutlich höher.

 

In der Schweiz, so Frass, habe man das bereits erkannt: Dort ist homöopathische Behandlung seit August 2017 als Pflichtleistung von Krankenkassen anerkannt. "Wie gut Schweizer mit Geld und Uhren umgehen können, zeigt: Da kann man sich was abschauen", wie er bemerkt. Jedoch stoße Homöopathie laut Peithner nach wie vor in der Öffentlichkeit auf Widerstand - was seines Erachtens nach nicht zu erklären ist.

 

Gerade in Europa, wo homöopathische Mittel verschreibungs- und apothekenpflichtig sind, könne davon ausgegangen werden, dass ausgebildete Mediziner mit Fachwissen hinter ihrer Entscheidung stehen, wenn alternative Behandlungsmethoden verschrieben werden. Anders stellt sich das in den USA oder in Australien dar, wie Peithner anfügt. "Dort sind die Präparate im freien Verkauf. Studien seitens der Europäischen Akademie der Wissenschaften beziehen sich jedoch auf Berichte aus den USA und Australien - ohne Bezug auf Gesetze, die hier schon seit 2001 gelten und Missstände, wie sie dort vorherrschen, bei uns klar verhindern." Die Bevölkerung werde somit zu Unrecht verunsichert, wie der Pharmazeut schließt.

 

 

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