Hoher Kontrast

© "Joy for All": KI-Technik soll Älteren im Alltag helfen (Foto: hasbro.com)

"Joy for All" als Begleiter im Alltag

Roboter-Katze "Joy for All" bekommt KI-Features verpasst und soll hilfreicher Begleiter im Alltag älterer Menschen werden

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Pawtucket/Arlington/Providence - Der US-Spielzeughersteller Hasbro will mit Forschern der Brown University seine Roboter-Katze "Joy for All" mit vielen neuen Funktionen ausstatten. So soll das mechanische Haustier künftig über eine eigene Künstliche Intelligenz (KI) verfügen, die es ihm erlaubt, als hilfreicher Begleiter im Alltag älterer Menschen zu fungieren und diese zum Beispiel an wichtige Termine zu erinnern oder bei der Suche nach verlorenen Gegenständen zu unterstützen. Die National Science Foundation lässt für das "ARIES" getaufte Projekt eine Mio. Dollar (rund 845.000 Euro) springen.

 

Hilfreiches Set an Features

 

"Die Roboter-Katze wird auch mithilfe von KI keine Wäsche bügeln oder Teller waschen können", zitiert "Phys.org" Bertram Malle, Professor am Social Cognitive Science Research Center der Brown University. "Keiner erwartet, dass man dann mit ihr eine Unterhaltung führen kann oder dass sie einem die Zeitung holt. Es geht einfach darum, ältere Menschen in ihrem Alltag zu unterstützen, ihnen Trost zu spenden und Sicherheit zu geben", erklärt der Forscher. Dadurch sollen die Betroffenen schließlich auch länger selbständig in ihren eigenen vier Wänden leben können und nicht gleich in ein Heim gesteckt werden müssen.

 

Welche Aufgaben Joy for All letzten Endes genau im Haushalt übernehmen können wird, soll in den nächsten drei Jahren geklärt werden. Hierfür will das Team rund um Malle auch mit anderen lokalen Forschungseinrichtungen, Krankenhäusern und Pensionistenheimen kooperieren und Interviews mit entsprechenden Fokusgruppen führen. So soll herausgefunden werden, mit welchen besonderen Herausforderungen ältere Menschen täglich konfrontiert sind. "Viele Roboter, die derzeit auf dem Markt erhältlich sind, machen den Konsumenten völlig übertriebene Versprechungen. Wir wollen diesen Fehler vermeiden und uns auf ein kleines, aber wirklich hilfreiches Set an Features konzentrieren", betont Malle.

 

"Leute wollen keine sprechende Katze"

 

Eine Frage, mit der sich die Wissenschaftler auch näher auseinandersetzen müssen, ist, wie die Interaktion zwischen der Roboter-Katze und ihren Nutzern aussehen soll. Wie soll sie beispielsweise ihr "Herrchen" oder "Frauchen" daran erinnern, dass es Zeit ist, die tägliche Medizin einzunehmen oder sich auf den Weg zu einen Arzttermin zu machen: "Ich glaube nicht, dass die Leute eine sprechende Katze wollen. Wir müssen also andere Lösungen finden, um solche Dinge zu kommunizieren", meint Malle.

 

Wichtig ist zudem, dass die mit KI aufgewertete "Joy for All"-Version auch leistbar für die Betroffenen bleibt. "Deshalb haben wir unserem Projekt auch den Titel 'Affordable Robotic Intelligence for Elderly Support' - kurz ARIES - gegeben", stellt Malle klar. Das fertige Produkt dürfe höchstens einige hundert Dollar kosten, so der Forscher abschließend.


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