Hoher Kontrast

© Pears Jüdischer Campus/Website/Screenshot

Spatenstich für "Pears Jüdischer Campus"

Heute fand der Spatenstich für den "Pears Jüdischer Campus" unter Teilnahme von wirtschaftlicher und politischer Prominenz in Berlin-Wilmersdorf statt.

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Berlin - Bei schönstem Wetter nahmen rund 500 Menschen beim Spatenstich zum Bau des "Pears Jüdischer Campus" in der Westfälischen Straße in Berlin-Wilmersdorf teil. Es ist das größte jüdische Bauvorhaben in Berlin seit der Schoa. Initiator Rabbiner Yehuda Teichtal von der orthodoxen jüdischen Gemeinde "Chabad-Lubawitsch Berlin" gab die Vision vor: "Wir sind hier, um eine langfristige, dauerhaft lebendige jüdische Zukunft mitzugestalten in Deutschland. Wer baut, der bleibt"

 

Der Campus soll auf rund 7.000 qm Ausbildung bieten für rund 500 Kinder und Jugendliche mit Kindergarten, Grund- und Oberschule. Nach Eigendarstellung ist der Campus: "...die erste staatlich genehmigte jüdische Traditionsschule deutschlandweit."

 

Den Auftakt der Eröffnungsreden setzte Bundesminister für Äußere Angelegenheiten Heiko Maas, der als Geschenk eine Mesusa an Rabbiner Teichtal überreichte. Weiters sprachen u.a. Kultursenator Lederer und SPD-Fraktionsvorsitzender Saleh. Der Architekt des Campus ist Sergei Tchoban, der ehrenamtlich dieses Projekt plant und realisiert. Es ist eine Bauzeit von 2 Jahren geplant. Die voraussichtlichen Kosten werden sich auf rund 18 Millionen Euro belaufen. Rund 12 Millionen Euro seien bereits durch Spenden gedeckt.

 

Weiters waren anwesend u.a. der vormalige Regierende Bürgermeister Berlin Klaus Wowereit und der Botschafter Israels Jeremy Issacharoff.

 

Der Campus soll keine Wünsche offen lassen: Vom Kindergarten über Atrium, großzügige Sportanlagen, Aula, Bibliothek bis hin Jugendclub sind zahlreiche Funktionen am Campus geplant. Hauptsponsor ist die britische Familienstiftung "Pears", nach welcher der Campus auch benannt ist. Weitere Großsponsoren sind u.a. SIEMENS und BAYER, deren Führungsetagen sich ebenfalls einfanden.

 

Man will weiters Wert darauf legen, integrativ zu sein, d.h. der Campus soll nicht nur jüdisch-orthodoxen Kindern zugänglich sein. Besonders spannend wird es werden, wie die Inklusion für Kinder mit geistiger und körperlicher Behinderung realisiert werden wird, denn hier fehlt es an Vorbilder in Berlin und vielleicht kann dieser Campus von Chabad, die an sich selbst immer die höchsten Ansprüche an Exzellenz stellen, eine Vorbildschule werden.

 

Die Stimmung auf dem Sommerfest heute war ausgezeichnet dank der vielen anwesenden Kinder und der engagierten Betreuer und Betreuerinnen. Sie haben gezeigt, was möglich sein könnte, was möglich sein wird. Es war fröhlich und ausgelassen: Hüpfburgen - gleich drei -, Kinderschminken, Handruckbilder, Clown und Musikeinlagen ließen bei den Kindern keine Langeweile aufkommen und gaben ein gutes erstes Bild, was Kinder im künftigen "Pears Jüdischer Campus" sicher erwarten dürfen: Freude, Vielfalt und Aufmerksamkeit.

 

 

 

 

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