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USA: Virtuelle Schulen performen am schlechtesten

Mangelhaftes Schüler-Lehrer-Verhältnis sowie Schülermassen nachteilig

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Denver  - Virtuelle Schulen, die ausschließlich online unterrichten, schneiden im Vergleich zu traditionellen Bildungseinrichtungen nicht sehr gut ab, wie eine US-Studie des National Education Policy Center http://nepc.colorado.edu zeigt. Schuld daran sind laut den Experten insbesondere die unübersichtlichen Mengen von Schülern und das dadurch schlechte Schüler-Lehrer-Verhältnis.

 

Schlechtere Leistungen

 

Virtuelle Schulen liefern alle Lehrpläne und Anweisungen über das Internet und elektronische Kommunikation - in der Regel asynchron mit Schülern zu Hause und Lehrern an einem anderen Ort. "In Bezug auf Inputs und Resultate gibt es signifikante Hinweise darauf, dass sich die Schüler an virtuellen Schulen von denen an traditionellen öffentlichen Schulen deutlich unterscheiden", heißt es. In den Jahren 2016 und 2017 nahmen 429 virtuelle Vollzeitschulen in den USA 295.518 Schüler auf. Das sind rund 17.000 mehr als in den beiden Vorjahren.

 

Die durch das starke Wachstum begründeten extremen Schulgrößen und die dadurch schlechteren Schüler-Lehrer-Verhältnisse sind den Researchern zufolge wichtige Schlüsselfaktoren, welche die Leistung von virtuellen Schulen deutlich minimieren. Zum Vergleich: Das durchschnittliche Schüler-Lehrer-Verhältnis in öffentlichen Schulen des Landes betrug im Forschungszeitraum etwa 16 Schüler pro Lehrer. Bei virtuellen Schulen sind es deutlich mehr: 45 Schüler pro Lehrer.

 

Traditionelle Schulen besser

 

Im Vergleich zu nationalen öffentlichen Schulen weisen virtuelle Bildungseinrichtungen zudem substanziell weniger Studenten aus Minderheiten und weniger Studenten mit niedrigem Einkommen auf. Die Forschungsarbeit zeigt außerdem einen interessanten Trend: Im Gegensatz zu früheren Jahren gibt es jetzt mehr Schulbezirke, die ihre eigenen virtuellen Schulen eröffnen.

 

Diese regional geführten Schulen konzentrieren sich in der Regel auf Schüler der Oberstufe, haben jedoch relativ geringe Einschreibungszahlen. Der Trend ist dennoch offensichtlich. Auch gemischte Schulen, die sowohl Online-Kurse anbieten, als auch eine regelmäßige Anwesenheit in speziellen Kursen in Klassenräumen anbieten, schneiden schlechter ab als traditionelle Schulstrukturen, in denen Schüler im Klassenzimmer unterrichtet werden.

 

Zum Report "Full-Time Virtual and Blended Schools: Enrollment, Student Characteristics, and Performance": http://nepc.colorado.edu/publication/virtual-schools-annual-2018

 

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