Hoher Kontrast

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Deutschland braucht modernes Einwanderungsgesetz.

Deutschland braucht endlich modernes Einwanderungsgesetz und eigenständiges Altenpflegeministerium, so der Arbeitgeberverband Pflege e.V. Das ist mächtig, was zu stemmen.

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Berlin - Die Altenpflege-Politik ist nicht zukunftsfest aufgestellt. Sie ist ein Riesentanker ohne Kapitän. Wir brauchen ein eigenständiges Pflegeministerium, ein modernes Einwanderungsgesetz und endlich ein glasklares Bekenntnis zur stationären Pflege.

 

Der Arbeitgeberverband Pflege kritisiert die Altenpflegepolitik der noch amtierenden schwarz-roten Bundesregierung scharf: "Von einer zukunftsweisenden Politik sind wir in der Altenpflege in Deutschland noch meilenweit entfernt. Bei drei beteiligten Bundesministerien, 16 Landesregierungen, unterschiedlichen Kostenträgern und vielen weiteren Akteuren entsteht Chaos. Es wird höchste Zeit, dass die Altenpflege mit einem eigenständigen Altenpflegeministerium in der Bundesregierung den großen Stellenwert bekommt, den sie angesichts der demografischen Entwicklung haben muss. Darüber hinaus müssen sich die nächste Bundesregierung und die Politik endlich in Worten und Taten zur stationären Altenpflege bekennen, sonst wird sie zum Auslaufmodell", so Thomas Greiner, Präsident des Arbeitgeberverbandes Pflege beim Pressegespräch am Mittwoch in Berlin.

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"Sehr viele junge Menschen haben sich - allen Unkenrufen aus Politik und manchen Medien zum Trotz - in den vergangenen Jahren für eine Ausbildung in der Altenpflege entschieden. Wir verzeichnen im Gegensatz zu den meisten anderen Berufen wahre Ausbildungsrekorde. Das ist sehr erfreulich. Auch hat sich die Zahl der Beschäftigten in der Altenpflege positiv entwickelt. Trotzdem haben wir weitere große Herausforderungen bei der Personalgewinnung zu meistern. Der Grund ist einfach: die Zahl der Pflegebedürftigen nimmt mit jedem Jahr weiter stark zu - auf inzwischen über 3,4 Millionen. Es entstehen viele neue Heime und ambulante Dienste. Viele Fachkräfte aus EU-Mitgliedsstaaten unterstützen uns bereits heute in der Altenpflegearbeit. Aber das reicht nicht aus. Wir brauchen zusätzlich auch Mitarbeiter aus Drittstaaten, die bei uns entweder eine hochwertige Altenpflegeausbildung absolvieren oder die als ausgebildete Fachkraft arbeiten. Sie zu gewinnen ist wegen der vielen lähmenden bürokratischen Hürden auf deutscher Seite meist sehr zeitaufwendig und oft auch nervend. Deshalb fordern wir die Politiker aller Parteien auf: Macht endlich ein modernes Einwanderungsgesetz aus einem Guss, wie viele andere Länder das längst haben, und der Anerkennungsprozess muss zentralisiert werden und deutlich zügiger vonstattengehen. Eine Politik des Lavierens und Abschottens gefährdet in fahrlässiger Art und Weise die Zukunft der gesamten Altenpflege in unserem Land", so Friedhelm Fiedler, Vizepräsident des Arbeitgeberverbandes Pflege.

Damit sagt der Verband indirekt auch sehr klar, dass die vielen illegalen Migranten und Flüchtlinge nicht für die Pflegeberufe mehrheitlich geeignet scheinen, sprich, man von daher keine Lösung oder Entspannung am Arbeitsmarkt erwarten darf. Es raucht eben quaifizierte EInwanderung, also Qualität vor Quantität-

 


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Kommentare (3)

  • Hasso Hauska vor 2 Monaten
    Vor allem braucht Deutschland

    Vor allem braucht Deutschland - wie auch andere europäische Länder - ein Gesetz zur Abwanderung. Der politische Islam muss aus Europa entfernt werden. Auch personell!

  • Michael den Hoet vor 2 Monaten
    Mein Deutschlehrer hätte

    Mein Deutschlehrer hätte früher in einer Klassenarbeit dazu geschrieben: "Abweichung vom Thema"...

  • Michael den Hoet vor 2 Monaten
    Diskutierbar, aber nicht DIE

    Diskutierbar, aber nicht DIE Lösung -- Die Anwerbung von Pflegekräften aus dem Ausland allein wird die Misere in der Pflege nicht aufhalten. Vor allem sollte das Personal besser bezahlt statt "verheizt" werden. Man muss den Gewinnlern, die in Deutschland mittels "Investitionskosten" (n. §82 SGB XI) und anderer Kniffe viel Geld aus dem System ziehen, Einhalt gebieten. Die Heime müssen besser kontrolliert werden (z.B. auch mal nachts) und ein System von Heimärzten etabliert werden: Damit könnten Pflegemängel leichter erkannt und die unsäglichen, strapaziösen und für die Kassen teuren Verdachts-Spontaneinweisungen in die Notaufnahmen der Krankenhäuser reduziert werden.

    -

    Ich habe vor einigen Jahren ein Dossier "Pflege in Deutschland - die schleichende Katastrophe" geschrieben. Einige Details sind nicht mehr ganz aktuell, aber die grundsätzlichen Probleme sind geblieben. Bundes-Gesundheitsminister Gröhe hat zwar einiges getan. Aber es reicht bei weitem nicht aus, um das durch Demographie und andere Faktoren bedingte Desaster aufzuhalten.
    Siehe: https://historix108.wordpress.com/2014/04/15/pflege-in-deutschland-die-s...

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