Hoher Kontrast

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Buchvorstellung: Jüdische Miniaturen "Lilli und Estrongo Nachama"

Zum 100. Geburstag vom Oberkantor Estrongo Nachama. Ein Jahrhundert-Berliner wie die Berliner Zeitung schreibt.

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Berlin - Estrongo Nachama wurde am 4. Mai 1918 in Saloniki geboren und war von 1947 bis 2000 Kantor und später Oberkantor der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Mit seiner warmen Baritonstimme füllte er Konzertsäle und Stadthallen und begeisterte Zuhörer in West- und Ostdeutschland.

 

Estrongo Nachama war aber noch viel mehr als ein großartiger Sänger, Vorbeter und mitreißender Entertainer. Die Jüdische Allgemeine schreibt: "Estrongo Nachama sei stets »ein Sinnbild für die Versöhnung zwischen den Religionen« gewesen. Der 1918 im griechischen Saloniki geborene Kantor war nach der Schoa über fünf Jahrzehnte einer der prominentesten Vertreter der Berliner Gemeinde. Er war zunächst Vorbeter in der Synagoge der US-Streitkräfte am Hüttenweg und dann jahrzehntelang die Stimme der Synagoge Pestalozzistraße. Zeit seines Lebens trat er für den interreligiösen Dialog, die Verständigung und Zusammenarbeit zwischen Juden und Christen, ein. Einer seiner letzten großen Gesangsauftritte fand 1998 im Berliner Dom statt. Nachama starb im Jahr 2000 in Berlin."

 

Er war die Seele der jüdischen Gemeinschaft. Ihm und seiner Frau Lilli gelang es, in Berlin Wurzeln zu schlagen und eine Familie zu gründen. Das war nicht selbstverständlich, denn die Nationalsozialisten hatten ihnen fast alles geraubt, woran ihr Herz hing.

 

Die beiden fanden sehr ungewöhnliche Wege, um sich eine neue Heimat zu schaffen. Sie erzählen viel über die Hoffnungen, Sehnsüchte und Abgründe zweier Menschen, die versuchten zu leben, nachdem sie überlebt hatten.

 

 



Claudia Keller
Lilli und Estrongo Nachama
Zwei Solisten – ein Paar
80 Seiten, Broschur, 17 Abbildungen
ISBN: 978-3-95565-268-5, EUR 8,90
Jüdische Miniaturen Bd. 223

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