Hoher Kontrast

© Foto: Uwe H., pixelio.de)

"No-name"-Musiker profitieren von Streaming

"No-name"-Musiker profitieren von StreamingVielfältige interaktive Nutzung geht auf Kosten von Top-Künstlern

Werbung

Catonsville/Tilburg/Stanford  - Während freie oder niedrigschwellige Musik-Streaming-Quellen wie Spotify http://spotify.com teureren Plattformen wie iTunes mehr und mehr Nutzer wegschnappen, sorgen sie zugleich für eine stärkere Verbreitung weniger populärer Künstler jenseits der "Top 100".

 

Zu diesem Fazit kommen Marketing-Forscher der Tilburg University http://tilburguniversity.edu in Zusammenarbeit mit Kollegen der Stanford University http://stanford.edu .

 

Tummelplatz für Anbieter

 

Die jüngst im Magazin des Institute for Operations Research and the Management Sciences http://informs.org publizierte Studie thematisiert die Auswirkungen zunehmend verbreiteter Online-Streaming-Dienste auf das Verhalten und die Hörgewohnheiten der Nutzer. "In letzter Zeit hat die Musikindustrie eine Expansion an interaktiven Streaming-Anbietern erfahren", so Hauptautor Hannes Datta von der Tilburg University. Demnach treten über 20 Dienste mit ähnlichen Angeboten in Spotifys Fußstapfen und rittern um Marktanteile.

 

Den Fokus ihrer Studie haben die Wissenschaftler auf Spotify gelegt, den weltweit größten Streaming-Dienst mit 140 Mio. Kunden aus 61 Ländern. Dabei untersuchten sie die Musik-Konsumgewohnheiten von etwa 5000 Usern über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren und griffen auf Daten von über 200.000 Musikern zurück. Kurzfristiges Nutzungsverhalten wurde ebenso erfasst wie langfristige Entwicklungen.

 

Unbekannte profitieren

 

In den ersten zwei Wochen der Spotify-Nutzung stieg die Anzahl gehörter Künstler laut der Studie um 62 Prozent an. Die Summe der angehörten Songs legte im gleichen Zeitraum um 49 Prozent zu. Gleichzeitig sank die Zahl der konsumierten Top-100-Künstler deutlich, innerhalb der ersten zwei Nutzungswochen um 16 Prozent. Insgesamt tendiert der Musiknutzungstrend der Studie zufolge weiterhin verstärkt zu Streaming-Angebote - zugunsten kleinerer und unbekannter Solokünstler und Bands.

 

Viele Musiker sind unzufrieden mit Online-Musik-Plattformen und bemängeln die unzureichende Würdigung ihrer Werke, von denen wiederum die Internetfirmen profitieren. Erst kürzlich wehrten sich Musiker in den USA mit einer YouTube-Kampagne gegen unfaire Bezahlung für ihre Songs durch Online-Riesen


Linkjuice: Was Dich noch interessieren könnte. Tipps von PRIKK

Kommentare (0)