Hoher Kontrast

© Befruchtung: Ganz neue Erkenntnisse gewonnen

Neuer Ansatz für ungeklärte Unfruchtbarkeit gefunden

Spermien schwimmen im Wasser deutlich besser, weibliches Enzym mit verantwortlich.

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Pullman - Die Befruchtung einer Eizelle ist umso erfolgreicher, wenn Spermien durch Wasser schwimmen und nicht durch eine klebrige Flüssigkeit. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der Washington State University. In ihrer aktuellen Studie haben sie nachgewiesen, dass sowohl der weibliche als auch der männliche Teil dabei eine Rolle spielen.

 

Östrogen als Auslöser

 

Laut dem Team um Wipawee Winuthayanon enthält der Uterus von weiblichen Mäusen ein Enzym, das Samenflüssigkeit derart verändern kann, dass sie weniger gelartig und mehr wässerig wird. Damit verbessern sich auch die Schwimmbedingungen für die Spermien. Die Forschung war bisher davon ausgegangen, dass Samenflüssigkeit durch Enzyme der Prostata abgebaut wird.

 

Die in "PLOS Genetics" veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass auch weibliche Mäuse dieses Enzym produzieren. Sie setzen Östrogen ein, um diesen Vorgang auszulösen. Fehlte das dafür entscheidende Gen, verflüssigte sich der Samen im Uterus nicht. Laut der Forscherin handelt es sich dabei um den ersten Beweis, wie sich das Zusammenspiel von Samenflüssigkeit und der weiblichen Geschlechtsorgane auf die Fruchtbarkeit auswirken kann.

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Neue Verhütung denkbar

 

Die Wissenschaftler betonen jedoch auch, dass bisher die physikalischen Veränderungen der Samenflüssigkeit und die Bedeutung der Sekretion bei Männern und Frauen zu wenig beachtet worden sind. Damit könnten Diagnosemöglichkeiten für eine ungeklärte Unfruchtbarkeit und ganz neue Verhütungsmöglichkeiten entstehen.

 

 


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