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© Foto: Harry Hautumm, pixelio.de)

Morgen-Müsli stärkt Knochen und hilft bei Arthritis

Eine ballaststoffreiche Kost beeinflusst den Krankheitsverlauf von chronisch-entzündlichen Gelenkerkrankungen wie Arthritis positiv und führt zur Stärkung der Knochen, so die FAU.

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Erlangen/Nürnberg -  Demnach helfen ein morgendliches Müsli und täglich ausreichend Obst und Gemüse, einen artenreichen Bakterienmix im Darm aufrechtzuerhalten.

 

Laut den Erkenntnissen sind es nicht die Darmbakterien selbst, sondern ihre Stoffwechselprodukte, die das Immunsystem beeinflussen und damit auch auf Autoimmunerkrankungen wie die rheumatoide Arthritis wirken. Unklar ist noch, wie die Verständigung zwischen Darmbakterien und Immunsystem abläuft und wie gegebenenfalls die Bakterien positiv beeinflusst werden könnten.

 

Im Fokus der Analyse der FAU-Forscher stehen vor allem die kurzkettigen Fettsäuren Propionat und Butyrat, die innerhalb von Gärprozessen der Darmbakterien gebildet werden. Diese Fettsäuren sind unter anderem in der Gelenkflüssigkeit zu finden. Mediziner nehmen an, dass sie einen wichtigen Einfluss auf die Funktionstüchtigkeit der Gelenke haben. Ihre Ergebnisse haben die Wissenschaftler im Fachmagazin "Nature Communications" veröffentlicht.

 

Mehr kurzkettige Fettsäuren zentral

 

Laut den Experten verändert eine gesunde, ballaststoffreiche Ernährung die Darmflora so, dass mehr kurzkettige Fettsäuren, vor allem Propionat, gebildet werden. Sie konnten eine erhöhte Konzentration der kurzkettigen Fettsäure unter anderem im Knochenmark nachweisen, wo das Propionat bewirkte, dass sich die Zahl der knochenabbauenden Zellen verringerte und damit auch den Knochenabbau deutlich verlangsamte.

 

Propionat wird schon seit den 1950er-Jahren als Konservierungsmittel in der Backindustrie verwendet und ist als prominenter Vertreter kurzkettiger Fettsäuren nach EU-Richtlinien als Nahrungsmittelzusatzstoff überprüft und zugelassen. "Unsere Erkenntnisse bieten einen vielversprechenden Ansatz für die Entwicklung innovativer Therapien bei entzündlichen Gelenkerkrankungen sowie für die Behandlung von Osteoporose, die häufig bei Frauen nach der Menopause auftritt", so Studienleiter Mario Zaiss.

 

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