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© Foto: Jutta Wieland, pixelio.de)

Neue Biomarker könnten Totgeburten verhindern

Chemikalien im Körper ermöglichen Erkennung früher Symptome

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Edmonton  - Neue Biomarker im Blut ermöglichen laut einer Studie der University of Alberta https://www.ualberta.ca eine Totgeburt zu verhindern. Denn Forschungsleiter David Wishart zufolge entdeckten die Wissenschaftler bei Frauen, die eine Totgeburt erlitten hatten, typische chemische Eigenheiten im Blut. Das habe nahegelegt, dass ein derartiges Ereignis vorhergesagt und möglicherweise auch verhindert werden kann.

Immer gleiche Chemikalien

Bei Untersuchungen des Blutes von Müttern mit einem Massenspektrometer wurden vier Chemikalien identifiziert, die bei Betroffenen immer wieder auftauchten. In Kombination mit demografischen Informationen über die Mütter entdeckten die Forscher Biomarker für Anzeichen einer Totgeburt im ersten Schwangerschaftsdrittel. Zusätzlich wurde mit Verruculotoxin eine im Blut bisher unbekannte Substanz entdeckt. Laut Wishart wird Verruculotoxin wahrscheinlich von Mikroben und Pilzen produziert. Das sei sehr interessant, da es Berichte darüber gebe, dass es in Regionen mit hohem Schimmelbefall auch zahlreiche Totgeburten zu verzeichnen sind.

Mit diesem Ansatz könnten Wissenschaftler Verfahren entwickeln, die Tests für zahlreiche andere Erkrankungen ermöglichen, die Mutter und Kind betreffen. "Diese Forschungsergebnisse sind die Spitze eines größeren Eisbergs. Durch die Untersuchung der Chemikalien im Blut der Mutter können wir nicht nur das Risiko einer Totgeburt bestimmen, sondern auch eine ganze Reihe anderer Krankheiten."

Verruculotoxin kaum bekannt

Da bisher nur sehr wenig über Verruculotoxin bekannt ist, sind weitere Untersuchungen und Tests erforderlich, um einen eindeutigen Zusammenhang mit Totgeburten herzustellen. In der Vergangenheit hat sich die Forschung bei der Vorhersage von Totgeburten auf die Genetik konzentriert. Der Fokus auf die Chemikalien im Körper ermöglicht laut den Forschern jedoch ein klareres Bild von möglichen Ursachen und Gründen. Die Forschungsergebnisse wurden im "Journal of Maternal-Fetal & Neonatal Medicine" veröffentlicht.

 

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