Hoher Kontrast

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Altersbestimmung durch Ultraschall-Handscanner: Zuverlässige, nicht-invasive Altersbestimmung

Damit ist eine nicht-invasive, rasche, kostengünstige Altersbestimmung möglich. Entwickelt vom Fraunhofer-Institut. Das weiter vorgetragene Argument der Ärztekammer ist zudem in sich widersprüchlich.

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Berlin - Grenzschützer und Polizeibehörden stehen vor der bislang nicht gelösten Herausforderung, das Alter von jugendlichen Einreisenden im Routineablauf von Grenzkontrollen zu verifizieren, sofern überhaupt Grenzkontroolen stattfinden und Politik diese zulässt. Aktuell kann eine Minderjährigkeit medizintechnisch jedoch nur mittels Knochenaltersbestimmung auf Basis ionisierender Röntgenstrahlung nachgewiesen werden.

 

Da der Einsatz solcher Strahlung eine invasive Untersuchungsmethode darstellt, bedarf diese eines richterlichen Beschlusses und wird in der polizeilichen Praxis jedoch entsprechend nur selten auf Basis eines vorläufigen Verdachts durchgeführt. Nun liegt eine Lösung vor. Man darf gespannt sein, welche Ausflüchte der Politik nun einfallen, um auch diese Technologie nicht anwenden zu müssen.

 

 

Volljährigkeit gezielt mit Ultraschall-Messtechnik bestimmen

 

 

"Das von uns entwickelte ›PRIMSA‹-Handscanner-System ermöglicht die Bestimmung der Volljährigkeit durch mobile Ultraschallmesstechnik und kann nicht-invasiv und effizient ohne richterlichen Beschluss bei jedem Verdachtsfall angewandt werden", erläutert Dr. Holger Hewener, Arbeitsgruppenleiter Software Engineering und Systemintegration am Fraunhofer IBMT. "Die voranschreitende Knochenbildung am menschlichen Handgelenk ersetzt mit fortschreitendem Alter der zu untersuchenden Person die sogenannten Wachstumsfugen durch Knochen. Hier setzen wir an: Unser System misst und analysiert die Schallgeschwindigkeit einer Ultraschallwelle durch unterschiedliche Verknöcherung von Handgelenksknochen oder Wachstumsfugen."

 

Die für die Bestimmung der Volljährigkeit relevanten Knochenmerkmale – die Radius- bzw. Ulna-Knochen – bilden sich bei Frauen vollständig im Alter von 14 bis 17 bzw. 16 bis 18 Jahren aus, bei Männern im Alter von 16 bzw. 17 bis 20 Jahren. Insbesondere bei Frauen ist die Bestimmung dieser Verknöcherung dementsprechend ein signifikantes Indiz für das Erreichen der Volljährigkeit. 

 

 

"In der Anwendung als schnelles, mobiles Screening-Verfahren kann die Nutzung unseres Geräts mit dem Atemalkoholtester bei Verkehrskontrollen verglichen werden", erklärt Hewener. "Die Messmethode ist zwar zunächst gerichtlich nicht verwertbar, kann jedoch einen ersten Verdachtsfall bestätigen, der die Anwendung weiterer Messmethoden erforderlich macht – vergleichbar mit der Blutabnahme und Blutalkohol-Analyse bei Straßenverkehrsdelikten."

 

Der Ultraschall-Handscanner der Fraunhofer-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler soll den Behörden somit ein zusätzliches Instrument an die Hand geben, um einen aufkommenden Verdachtsfall auf Zwangsprostitution Minderjähriger zu bestätigen und eine richterlich verwertbare Röntgen-Untersuchung zur exakten Altersbestimmung schneller erwirken zu können.

 

Technisch realisiert wurde die Lösung mit einer handgehaltenen, einkanaligen und kostengünstigen Ultraschall-Hardware, die während der Messung das Handgelenk umfasst. Sie überträgt die Messdaten über eine Funkschnittstelle zur Verarbeitung und Analyse direkt an ein verbundenes mobiles Endgerät – beispielsweise ein Smartphone oder ein Tablet. Das Ergebnis der Analyse erhält der Anwender direkt auf seinem Bildschirm über eine einfach verständliche Grafik: Eine Farb-Ampel signalisiert, ob sich ein Verdachtsfall erhärtet oder mindert. Diese vereinfachte Mess- und Ausgabemethodik ermöglicht einen realitätsnahen Einsatz der Technik direkt vor Ort durch die Behörden. Zur Bedienung und Auswertung ist keine spezielle Ausbildung notwendig: Die Analyse und Übersetzung der Messwerte wird durch intelligente Algorithmen aus dem Bereich des maschinellen Lernens mit angelerntem Fachwissen direkt in der dazugehörigen App durchgeführt.

 

 

Einbettung in klinisch, sozialwissenschaftlich und sozialpsychologisch geprüftes Gesamtprojekt

 

 

"Klassische Ultraschallmesssysteme, die typischerweise für die diagnostische Bildgebung genutzt werden, sind für unseren Einsatzzweck aufgrund der hohen Frequenzen der genutzten Ultraschallwellen nicht geeignet«, beschreibt Hewener die technologischen Herausforderungen. »Die von uns entwickelte mobile und kompakte Ultraschall-Elektronik unterstützt nun die nötigen Transmissions- und Reflektionsmessungen mit niederfrequentem Ultraschall und überträgt unverarbeitete Messdaten mittels Wi-Fi an das Endgerät zur Verarbeitung und Ausgabe. Da diese de facto auf einem Consumer-Elektronikgerät wie einem Smartphone stattfindet, kann auf kostenintensive Elektronikkomponenten in der Ultraschall-Gerätehardware verzichtet werden. Für die Behörden kann so ein besonders kostengünstiges Gerät entwickelt und beschafft werden."

 

Die Entwicklung und Evaluation des Systems wird durch Projektpartner im Rahmen der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten PRIMSA-Initiative auch aus sozialwissenschaftlicher und sozialpsychologischer Perspektive betrachtet und in seinen klinisch relevanten Implikationen ausführlich reflektiert.

 

Die Evaluation des Systems an Probanden wird aktuell im Rahmen einer klinischen Studie durch die Universität des Saarlandes am Uniklinik-Campus in Homburg in Zusammenarbeit mit dem Verein Hope for Freedom e.V. durchgeführt. Ein in diesem schwierigen Umfeld überhaupt mögliches ideales Szenario sieht vor, dass Menschenhandel von Minderjährigen durch die Behörden bereits bei der Einreise in die EU verhindert wird – denn wenn die Identifikation minderjähriger Opfer gelingt, können diese umgehend der Obhut des übergreifend entwickelten Präventions- und Interventionsprogramms unterstellt werden.

 

Mit anderen Worten: Es gibt rasche, effiziente und kostengünstige Lösungen mit nicht-invasiver Technologie zur Altersbestimmung. Das Argument von der Ärztekammer ist von daher hinfällig, aber auch in sich widersprüchlich, denn es ist ohne Zweifel so, dass beim Asylantrag auch der allgemeine Gesundheitszustand festgestellt wird. Zu dieser Feststellung gehört eben auch eine Altersbestimmung, die damit medizinisch indiziert ist, denn ohne Zweifel ist das Alter eines potentiellen Patienten für eine eventuelle Behandlung von entscheidender Bedeutung, wie man schon in den ersten Semenstern der Medizin lernt.

 

 

Kommentare (1)

  • joe Kindlerhof vor 7 Monaten
    RFID - Das wäre eine einfache

    RFID - Das wäre eine einfache Lösung, um die "MEHRFACHE Abzocke der Sozialleistungen" und "kriminelle Straftaten" durch "ILLEGALE WIRTSCHAFTSEINWANDERER und SCHMAROTZERASYLANTEN" endlich zu Unterbinden!!! Aber unsere Marionettenpolitiker wollen ja nicht diese "ILLEGALEN" kontrollieren - sondern uns Bürger unterjochen und kontrollieren!!! Wir sind inzwischen nur mehr die Melkkuh des Staates und werden täglich gegenüber "ILLEGALEN" diskriminiert (Kölner Silvesternacht, Übergriffe der Migranten werden vertuscht bzw. nicht geahndet.....).     .... mit RFID beziehe ich mich einzig auf Personen, DIE nicht in der EU geboren sind, sondern ILLEGAL als INVASOREN in die EU als sogenannte "traumatisierte Flüchtlinge ohne Papiere" eingefallen sind!!! Diese ILLEGALEN Personen haben "IHRE SMARTPHONES mitgerettet", aber "komischerweise vor der Grenze IHRE PAPIERE rein zufällig MILLIONENFACH VERLOREN". Hier geht es um die Sicherheit der eigenen Bevölkerung vor IMPORTIERTER KRIMINALITÄT (F!CK!-F!CK!, Kölner Silvesternacht, IS-Terror) und sozialen Missbrauch (Merfachabzocke in mehreren EU-Ländern mit mehreren Identitäten - geht mit RFID dann auch nicht mehr) unter dem Deckmantel von ASYL. Leider kapieren das die LINKS-LINKEN-HOHLKÖRPER, die GUTMENSCHEN, die Alpha-Kevins und Bahnhofklatscher immer noch nicht!!!

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