Hoher Kontrast

© Horváth & Partners

Banken noch unzureichend auf Brexit vorbereitet

Horváth-Studie zu den Auswirkungen des Brexit auf die Bankbranche

Werbung

Stuttgart - Der Brexit kommt, entweder im Jahr 2019 oder 2020. Internationale Geschäftsbanken und mittlere sowie große Sparkassen und Genossenschaftsbanken im deutschsprachigen Raum erwarten dadurch große Veränderungen für ihre Geschäfte, so das Ergebnis der aktuellen Bankenstudie von Horváth & Partners.

 

Den größten Einfluss sehen die befragten Entscheider auf Governance- und Kontrollprozesse, aber auch auf die Beziehung zu ihren Kunden sowie die Mitarbeiterkapazitäten. Überraschend ist, dass die Vorbereitungen in den meisten Bereichen bisher weitestgehend schleppend verlaufen.

 

Knapp drei Viertel der befragten Entscheider erwarten durch den Austritt von Großbritannien aus der Europäischen Union starke Veränderungen in ihrem Geschäft. Die Hälfte nennt dabei an erster Stelle die Governance- und Kontrollprozesse. Auch die Kunden und Mitarbeiter sind von den Veränderungen betroffen.

 

"Zum Beispiel müssen Verträge und Produktbeschreibungen angepasst werden, wodurch die Kundenbeziehung beeinflusst wird. Die Mitarbeiter sind insofern betroffen, dass Kapazitäten neu allokiert werden", so Rainer Zierhofer, Partner und Leiter des Beratungsbereichs Financial Industries bei Horváth & Partners. Die geringsten Auswirkungen erwarten die Entscheider bei den Datenverwaltungs- und IT-Systemen.

 

"Die meisten Banken sind sich darüber bewusst, dass der Brexit einen großen Einfluss auf verschiedene Unternehmensbereiche hat. Wir sehen die Integration der Veränderungen in das bestehende Projektportfolio und den Einsatz effizienter Projektmanagementverfahren als Erfolgsfaktor für die Vorbereitung und Umsetzung der Brexit-Anpassungen", so Rainer Zierhofer.

 

Die Studienergebnisse zeigen, dass bislang nur ein Teil der Institute die notwendigen Anpassungen der Bereiche effektiv voranbringt. So gibt die Hälfte der befragten Entscheider an, dass sie mit den Vorbereitungen in den Bereichen Verkaufsstrategie, Prozesse und Organisation noch nicht begonnen hat oder diese noch nicht weit fortgeschritten sind. Auch Mitarbeiter und Kunden wurden bisher nicht ausreichend auf die kommenden Veränderungen vorbereitet.

 

Sechs von zehn befragten Entscheidern geben an, dass sie Komplexität aufgrund der Abhängigkeiten zu bestehenden Projekten als größte Herausforderung sehen. Vier von zehn Befragten nennen zudem Kapazitätsengpässe, Zeitdruck und Budgetrestriktionen als weitere Herausforderungen.

 

 

Kommentare (0)

Werbung

Linkjuice: Was Dich noch interessieren könnte. Tipps von PRIKK

RSS News