Hoher Kontrast

© Foto: Cristine Lietz/pixelio.de)

Deutsche Start-ups verzichten auf Geld vom Staat

Bürokratie und mangelnde Aussicht auf Erfolg als Gründe angegeben

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Berlin - Jedes dritte Start-up in Deutschland verzichtet auf finanzielle Unterstützung vom Staat - vor allem aufgrund der überbordenden Bürokratie, wie eine aktuelle Umfrage des Berliner Digitalverbands BITKOM http://bitkom.org unter 300 Firmen zeigt.

 

Die Unternehmen beklagen zudem den mangelhaften Überblick über die Angebote (43 Prozent) oder es fehlten Zeit und Personal, um sich zu informieren (35 Prozent).

 

Doch nicht nur die Bürokratie ist für viele Neugründungen ein Problem. Der Umfrage nach hat jeder fünfte Gründer bereits auf eine Antragstellung verzichtet, weil ihm die Erfolgsaussichten zu gering erschienen. Immerhin 40 Prozent haben aber auch aus grundsätzlichen Erwägungen auf einen Antrag verzichtet, weil sie eine private Finanzierung vorziehen.

 

Breites Angebot vorhanden

 

"Es gibt in Deutschland ein breites Angebot an staatlicher Förderung, von dem Start-ups insbesondere in der Gründungsphase profitieren können. Die Angebote sind aber noch zu bürokratisch und schwer verständlich. Gerade Gründer, die ihre Idee schnell unternehmerisch umsetzen wollen, können ihre Zeit nicht mit dem Ausfüllen komplizierter und langer Antragsformulare verbringen", kommentiert BITKOM-Präsident Achim Berg die Lage.

 

Vor allem bei den ersten Schritten zum Start-up bekommen Gründer staatliche Hilfe. So haben 24 Prozent Beratungs- und Coaching-Zuschüsse erhalten, 22 Prozent Material-, Sachkosten- und Personalzuschüsse sowie 21 Prozent ein Gründungsstipendium. Einen staatlichen Kredit hat dagegen nur rund jedes neunte Start-up (elf Prozent) in Anspruch genommen und eine staatliche Beteiligung in Form von Risikokapital sogar nur rund jedes elfte (neun Prozent).

 

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