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© japanische Start-up ispace will zum Mond (Foto: volhavasilevich_stockadobe.com)

Fly me to the moon

Japanisches Start-up ispace plant zwei Missionen zum Mond bis zum Jahr 2020

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Tokio - Das japanische Start-up ispace hat es geschafft, die bislang erfolgreichste erste Finanzierungsrunde für kommerzielle Raumfahrt außerhalb der USA abzuschließen. Wie das private Unternehmen mit Sitz in Tokio wissen lässt, konnte man insgesamt satte 90,2 Mio. Dollar (rund 76,7 Mio. Euro) als Anschubfinanzierung von verschiedenen Investoren einsammeln. Das Geld kommt von Firmen wie Suzuki Motors, Konica Minolta oder Japan Airlines und soll dem Unternehmen dazu dienen, ein eigenes Landungsfahrzeug zu entwickeln und zwei Erkundungsmissionen zum Mond bis zum Jahr 2020 zu realisieren.

 

1.000 Bewohner bis 2040

 

"Mit dem Geld unserer Investoren wird ispace die Entwicklung eines Mondlandungsfahrzeugs vorantreiben, um ein flexibles und regelmäßiges Transportsystem zum Erdtrabanten zu etablieren", erklärt Takeshi Hakamada, Gründer und CEO von ispace. Dieses soll letztendlich in der Lage sein, Ladungen für zahlende Kunden auf die Mondoberfläche und wieder zurück zur Erde zu bringen. Eine "Fuhre" kann dabei bis zu 66 Pfund (rund 30 Kilogramm) betragen. "Das bedeutet, das Kunden in der Lage sein werden, Experimente und andere Aktivitäten auf dem Mond durchzuführen", betont Hakamada.

 

Mit den neuen Services soll der erdnahe Himmelskörper dann eine Art "Spielplatz für Cutting-Edge-Initiativen" werden, erläutert der CEO die Vision von ispace. "Wir glauben, dass der Mond bis zum Jahr 2040 von 1.000 Menschen bewohnt sein wird und jährlich 10.000 Besucher empfangen kann", ist Hakamada überzeugt. Die Infrastruktur auf seiner Oberfläche werde vor allem rund um die Wasserressourcen angesiedelt sein und von Firmen aus dem Baugewerbe, der Stahl- und Energiebranche, dem Kommunikations- und Transportwesen sowie der Landwirtschaft, der Medizin oder dem Tourismus unterstützt werden. "ispace wird dafür sorgen, dass eine Welt entsteht, in der Erde und Mond als ein Ökosystem betrachtet werden."

 

Zwei geplante Mondmissionen

 

Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, will das japanische Start-up zunächst einen "kleines, agiles und modulares Mondlandungsfahrzeug" konzipieren und bauen. Damit sollen dann zwei Mondmissionen durchgeführt werden: Die erste ist für das vierte Quartal 2019 angesetzt und wird das entwickelte Fahrzeug in eine Mondumlaufbahn bringen, um dessen Oberfläche zu observieren. Die zweite Mission soll dann knapp ein Jahr später starten und versuchen, eine sanfte Landung auf dem Mond hinzulegen, um mehrere Rover zur Kartierung des Trabanten auszuschicken.

 

 

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