Hoher Kontrast

© Das Projekt "Entrepreneurin" unterstützt beim Start! (Foto: loreanto_stockadobe.com)

Gründerinnen braucht das Land!

Die Universität Hohenheim sucht Gründerinnen und fördert diese mittels einem Mentoring-Projekt

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Stuttgart  - Der Frauenanteil in der deutschen Startup-Szene beträgt gerade einmal 14%. Dem möchte die Universität Hohenheim nun entgegen treten und startet eine Förderung für ein Mentoring-Projekt Entrepreneurin. Für dieses Program hat die Universität Hohenheim 470.000 €-Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds eingeworben. Projektpartner ist die Hochschule Nürtingen.

 

Es fehlen weibliche Vorbilder.

 

Von klassischen Förderprogrammen fühlen sich überwiegend Männer angesprochen, so die Universität Hohenheim. Das neue Mentoring-Verbundprojekt Entrepreneurin an der Universität Hohenheim in Stuttgart, das sich an Absolventinnen aller Qualifikationsstufen richtet, will das ändern.

Wer erfolgreiche Gründungsförderung machen will, muss Frauenförderung mitdenken – so lautet das Fazit einer Studie des Fachgebiets Unternehmensgründungen und Unternehmertum an der Universität Hohenheim aus dem Jahr 2016.
Mehr Gründerinnen könnten die Zahl und Diversität von Unternehmensgründungen enorm steigern. Doch eine Analyse von 20 Gründungs-Hochburgen weltweit macht deutlich: Klassische politische Fördermaßnahmen regen in erster Linie Männer zum Gründen an. Frauen fühlen sich hingegen kaum angesprochen – ein ungenutztes Potential.

 

Weibliche Vorbilder sichtbar machen

 

„Ein Grund dafür dürfte bereits in der Art der Ansprache liegen, die häufig mit sehr maskulinen Gründer-Stereotypen arbeitet“, vermutet Claudia Böhnke, die das neue Projekt Entrepreneurin an der Universität Hohenheim koordiniert. „Ich bin überzeugt, dass grundsätzlich auch sehr viele Frauen den Drang verspüren, die Welt mit neuen Ideen zu verändern und besser zu machen. Allerdings investieren Frauen ihre Leidenschaft besonders häufig im ehrenamtlichen Bereich, wohingegen Männer eher den Schritt zum eigenen Unternehmen wagen.“

 

Was jungen Frauen besonders fehle, seien weibliche Vorbilder in der Startup-Szene, an denen sie sich orientieren könnten, so Böhnke: „Zwar gibt es durchaus eine Reihe erfolgreicher Gründerinnen – aber sie sind im Vergleich zu ihren männlichen Pendants weniger sichtbar.“

 

Startup-Geschäftsführerinnen und Selbständige stehen als Mentorinnen bereit

 

„Bisher stehen beim MentHo-Programm zwei Karrierewege im Fokus: Karriere in der Wissenschaft –  oder Karriere in Unternehmen, Behörden und Organisationen. Ab sofort nehmen wir zusätzlich auch den Bereich Gründen und Selbstständigkeit in den Blick“, erklärt Prof. Dr. Ute Mackenstedt, Gleichstellungsbeauftragte der Universität Hohenheim.

 

Schwerpunkt des Projektes ist ein individuelles Cross-Mentoring – das gründungsinteressierte Absolventinnen mit erfahrenen Mentorinnen zusammenbringt, die die Stufen ihrer Karriereleiter bereits erfolgreich erklommen haben. Neben weiblichen Führungskräften aus Unternehmen und der Wissenschaft, stehen bei MentHo künftig auch Geschäftsführerinnen von Startups oder Selbständige als Partnerinnen bereit.

 

„Das Angebot richtet sich dabei nicht nur an junge Frauen, die bereits eine konkrete Idee für eine Unternehmensgründung haben, sondern an alle, die grundsätzlich mit unternehmerischen Aktivitäten liebäugeln. Auch wer sich noch nicht festgelegt hat, ob der persönliche Weg in die Wissenschaft, Wirtschaft oder hin zu einer Gründung führen soll, kann an unserem Cross-Mentoring-Programm teilnehmen“, so Böhnke.

 

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