Hoher Kontrast

© E-Bike: Uber baut Angebot an Fahrzeugen aus (Foto: facebook.com/jumpbikesus)

Jetzt auch E-Fahrräder: Uber erwirbt JUMP Bikes

US-Nutzer vorerst im Fokus - Globaler Ausbau des Angebots als Ziel

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Washington/San Francisco - Der Fahrtendienstleister Uber http://uber.com erweitert sein Angebot auf elektrische Fahrräder und kauft das junge Start-up JUMP Bikes. Bislang ist der Leihservice für E-Bikes auf Washington D.C. und San Francisco beschränkt. Künftig sollen über die Uber-App jedoch weltweit Zweiräder mit Elektromotor ausgeliehen werden können. Über den Preis, den Uber für JUMP zahlt, wurde Stillschweigen vereinbart.

 

Weitere Alternative zum Pkw

 

"E-Räder boomen. Die Zahl von derzeit rund 3,5 Mio. E-Rädern in Deutschland wird weiter deutlich zunehmen", so Rainer Hauck, Projektleiter beim Verkehrsclub Deutschland. "Der Zweirad-Industrie-Verband rechnet damit, dass langfristig jedes dritte verkaufte Rad ein E-Rad ist; derzeit ist es jedes fünfte. Perspektivisch kann das E-Rad, insbesondere auf innerstädtischen Strecken bis zu zwölf Kilometern, immer mehr zu einer Alternative zum Pkw werden", prognostiziert der Experte.

 

In Zukunft werde JUMP Bikes als Tochterunternehmen bei Uber geführt, wie Uber per Blog-Eintrag mitgeteilt hat. JUMP-CEO Ryan Rzepecki leitet dann sein Team unter dem Dach des weltweit tätigen Dienstleistungsanbieters. Bereits vor der Übernahme konnten sich Nutzer der Uber-App JUMP-Fahrräder reservieren. Nun will das Unternehmen unter der Leitung von Dara Khosrowshahi die Sparte E-Bikes in weiten Teilen der USA ausbauen.

 

Schon vor Bekanntgabe der Übernahmepläne hatte Jump auf der Homepage angekündigt, die Ausweitung seiner Geschäfte auf die Ballungszentren Sacramento in Kalifornien und Rhode Island an der Ostküste der USA voranzutreiben. "Wir bleiben dasselbe Team, welches sich für das Radfahren in Städten stark macht", sagt Rzepecki. "Nur mit dem Unterschied, dass wir mit dem Beitritt zu Uber schneller und größer wachsen können."

 

"E-Bikes schaffen Lebensqualität"

 

Wie Rezepecki betont, soll die Übernahme von JUMP ein "bedeutender Teil beim Übergang von Uber zu einer Fortbewegungsmittel-übergreifenden Plattform" sein. Tatsächlich ist das E-Bike-Start-up das erste von Uber gekaufte Unternehmen, das sich nicht auf Autos als Transportmittel spezialisert.

 

"Wir haben uns entschieden, mehrere Transportmittel innerhalb der Uber-App zusammenzubringen", so Uber-Boss Khosrowshahi in einem Blog-Eintrag, in dem die Übernahme angekündigt wurde. "Damit Sie freie Wahl zwischen dem schnellsten oder dem günstigsten Weg haben, um dorthin zu gelangen, wo Uber Sie hinbringen kann: auf einem Fahrrad, mit dem Auto oder mit der U-Bahn", wie der CEO abschließt.

 

Dass E-Bikes in Zukunft ein wichtiger Faktor im Straßenverkehr werden, sieht auch Hauck so: "Der Elektro-Antrieb schafft die Möglichkeit, mit dem Rad schneller, weiter und länger zu fahren - auch in hügeligem Terrain. Davon profitieren beispielsweise Berufspendler genauso wie Menschen in ländlichen Regionen oder wenig Trainierte. E-Räder sorgen für weniger Luftschadstoffe, sind klimafreundlich, entlasten vor allem in den Städten den Verkehr und schaffen damit mehr Lebensqualität. Wir als ökologischer Verkehrsclub begrüßen diese Entwicklung daher als einen wichtigen Schritt hin zu einer echten Verkehrswende."

 

 

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