Hoher Kontrast

© Make-up: Seriosität wird angezweifelt (Foto: mariesacha_stockadobe.com)

Zu viel Make-up widerspricht Führungskompetenz

Bei zu starkt geschminkten Frauen wenden Führungsqualitäten angezweifelt

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Dundee/Innsbruck - Übermäßig geschminkten Managerinnen wird oft die Führungskompetenz abgesprochen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Forschern der Abertay University. In der Versuchsanordnung wurden verschiedene Fotos von Frauen mit und ohne Make-up gezeigt. Danach sollte jeder Proband eine Aufgabe zur Gesichtswahrnehmung erfüllen. Das Ergebnis: Sowohl Männer als auch Frauen haben Frauen mit zu viel Make-up in Bezug auf ihre Wirkung als Vorgesetzte negativer beurteilt.

 

Gegensteuern wichtig

 

"Make-up bietet eine besondere Möglichkeit, unser äußeres Erscheinungsbild wesentlich zu beeinflussen und Effekte zu verstärken. Besonders weil wir, im Gegensatz zu anderen Körperteilen, das Gesicht unseres Gegenübers permanent in unserem direktem Blickfeld haben", schildert der Trainer und Speaker für Veränderung, Christian Oberleiter.

 

"Ein isoliertes Bewerten der Wirkung von Make-up durch Betrachten von Gesichtsbildern kann jedoch zu gravierenden Fehleinschätzungen führen und greift zu kurz", fügt der Experte hinzu. Es gelte vielmehr, das gesamte Erscheinungsbild und den kulturellen Hintergrund inklusive der Persönlichkeit eines Menschen zu bewerten, um daraus valide Rückschlüsse auf die Leadership-Qualitäten zu ziehen.

 

Gesichtspaare bewertet

 

Bei der Erhebung wurden 16 unterschiedliche Gesichtspaare bewertet. Dabei sollte beurteilt werden, um wie viel besser die Führungsqualitäten jener Person erscheinen, deren Gesicht ausgewählt wurde. Die Fotos wurden mittels Computeralgorithmus manipuliert. War auf dem Foto viel Make-up zu sehen, so wurden Frauen von beiden Geschlechtern negativer bewertet.

 

"Diese Studie folgt einigen Erhebungen auf diesem Gebiet, die gezeigt haben, dass sich Make-up darauf auswirkt, wie dominant eine Frau empfunden wird", erklärt Christopher Watkins von der Abertay University. Während vergangene Erhebungen andeuten, dass Menschen stark geschminkten Frauen mit mehr Respekt begegnen, geht aus dieser Studie hervor, dass Make-up die Dominanzwirkung nicht verstärkt. Im Gegenteil: Die Führungsqualitäten werden sogar als geringer eingestuft.

 

 

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